Altersbedingte Maculadegeneration

Operationen bei altersbezogener Maculadegeneration (AMD)

Bei der s.g. feuchten AMD sind seit wenigen Jahren operative Eingriffe möglich, welche ein Fortschreiten dieser tückischen und unbehandelt zur Erblindung führenden Krankheit verhindern können.

Ursache der feuchten AMD sind neu gebildete Gefäße im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, der s.g. „Macula“. Diese Gefäße können durch eine Kontrastmitteluntersuchung der Netzhaut dargestellt werden.

  1. Wenn diese neu gebildeten Gefäße neben der Stelle des schärfsten Sehens lokalisiert sind, sind, können sie mit Hilfe eines Medikamentes, welches in die Armvene gespritzt wird, und eines speziellen Lasers verödet werden. Die OP – Methode heißt „Photodynamische Therapie“ oder PDT. Allerdings entsteht an der Stelle der verödeten Gefäße eine Narbe. Deshalb kann diese OP – Methode nicht bei neu gebildeten Gefäßen direkt unter der „Macula“ angewendet werden und wird deshalb heute praktisch nicht mehr angewendet.
  2. Sind die Gefäße direkt unter der Stelle des schärfsten Sehens lokalisiert, kann durch das Einspritzen eines Medikamentes in das Auge hinein (s.g. IVOM oder operative Medikamenteneingabe) eine Rückbildung der Gefäße erreicht werden. Es sind in Deutschland zurzeit drei Medikamente für diese Behandlung zugelassen.

maculadegenerationBei diesen Medikamenten sind mehrere Operationen in der Regel im Abstand von vier Wochen nötig.

Durch die operative Medikamenteneingabe kann bei ca. der Hälfte der Patienten eine Verbesserung des Sehvermögens erreicht werden. Bei weiteren ca. 20 – 30% kann eine weitere Verschlechterung des Sehvermögens aufgehalten werden.

Leider kann aber bei 20 – 30% der behandelten Patienten ein Fortschreiten der Krankheit nicht aufgehalten werden.